Befindlichkeiten von HiOrgs

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30.03.2010, 19:22
Hallo Leute,
ich habe mal eine Frage,

Ich bin mit der Materie HiOrgs noch nicht wirklich vertraut. Deswegen bracuhe ich euren fachkundigen Rat.
Ich habe meine SanH-Ausbildung bei JUH genossen. Diese war überaus gut, hat Spaß gemacht und vor allem war sie kostenlos. Das Interesse der JUH soetwas zu machen liegt ja ganz klar darin, mich auch in diversen San-Diensten einsetzen zu können. Da wir aber ein sehr kleiner KV sind, passiert in dieser Hinsicht nicht viel.
Nun ergibt sich mir aber die Möglichkeit auch an San-Diensten des RK teilzuunehmen (die in der Tat einen enormen Reiz auf mich ausüben (z.B. San-Dienst beim Bundesliga-Spiel))
Könnte das eventuell zu Irritationen bei der JUH führen. Sind sie dann vielleicht böse auf mich? Schließen die mich dann aus der JUH aus?
Ich danke schonmal für die hoffentlich hilfreichen Antworten.

30.03.2010, 19:46
Also grundsätzlich kannst du in so vielen Vereinen sein, wie du willst. Wenn du neben deiner JUH-Mitgliedschaft auch noch Mitglied beim roten Plus werden willst, kann dagegen keiner was sagen.
Marc, 36 Jahre
Leiter SSD, EH-Ausb.
Ausbildungsstand: Genug um eine recht lange Liste zu produzieren.

30.03.2010, 19:56
Aber die bei der JUH könnten sauer sein, oder?

30.03.2010, 20:00
Original von SAR 21
Aber die bei der JUH könnten sauer sein, oder?



Möglich. Man muß es ihnen ja nicht unbedingt auf die Nase binden.
Marc, 36 Jahre
Leiter SSD, EH-Ausb.
Ausbildungsstand: Genug um eine recht lange Liste zu produzieren.

30.03.2010, 20:41
Also ich würde da ganz höflich mal bei der JUH anfragen was sie dazu meinen. Und es einfach so auf gut Glück zu versuchen und in der Hoffnung, es erfährt keiner, würde ich das nicht empfehlen sonst könnte es ev. ein böses Nachspiel geben.

30.03.2010, 20:55
Ich find' fremdgehen blöd. :P

Ne, im Ernst. Es ist schwierig. Da wird es, denke ich, Konflikte zw. DRK und JUH geben, wenn du einfach auch da Dienst machst. Denk' doch mal über einen Wechseln ins DRK nach, wenn bei euch "tote Hose" ist.

Aber, bevor du sowas machst, auch wenns prinzipiell erlaubt ist, frag' bei der JUH an, nicht, dass es im Nachhinein irgendwie Probleme gibt. ;)
19 Jahre. Abiturient. Helfer-vor-Ort. Rettungssanitäter. Nebenamtlich im Rettungsdienst. Humanmedizinstudent im 2. Semester, EKT. Ausbilder EH, LSM, EH am Kind.

30.03.2010, 21:14
Nach einem solchen Wechsel wirst du dich wahrscheinlich bei der JUH nichtmehr blicken lassen können.
Warum das so ist? Ganz einfach:
Stell dir vor, du bist Bereitschaftsführer oder was auch immer bei der JUH. Nun stell dir weiter vor, du hast einen jungen Mann gefunden, der Interesse an der Arbeit der JUH zeigt. Diesen jungen Mann bildest du also auf Kosten der JUH zum Sani aus. Nun sagt dieser junge Mann aber nach kürzester Zeit: "Mir wird es hier zu langweilig, ich wechsel zum Roten Kreuz!". Du als Bereitschaftsführer wirst dir jetzt etwas verarscht vorkommen, schließlich hast du die Ausbildung dieses Jungen Mannes finanziert und jetzt haut er direkt nach der Ausbildung ab zur Konkurrenz und macht da Sanitätsdienste, womit er dem DRK nunmal Geld in die Kasse spült. Ich wäre in der Position des Bereitschaftsführers nicht gerade begeistert.

Das DRK wiederum wird sich freuen. Schließlich haben die dann einen fertig ausgebildeten Helfer, für den sie nichts investieren mussten, der aber trotzdem Geld in die Kasse spült.

In beiden Vereinen gleichzeitig zu sein, ist prinzipiell nicht unmöglich. Ich bin auch beim DRK und bei der DLRG. Nur musst du hier aufpassen, dass du nicht bei beiden für die Bereitschaft gemeldet bist. Sonst klingelt bei dir im KatS-Fall zweimal das Handy und in einer Einsatzeinheit fehlt eine Kraft, die aber fest mit eingeplant ist. Also muss man sich vorher definitiv von einer der beiden Bereitschaftslisten streichen lassen.

Edit:
Wenn bei euch in der JUH so tote Hose ist, schlag doch einfach mal bei eurem Chef vor, dass ihr das DRK bei den Sanitätsdiensten unterstützt, da die ja scheinbar mehr zu tun haben. Vielleicht lässt sich da ja eine Möglichkeit finden, dass ihr als JUH die Kollegen vom DRK unterstützt und ihr somit auch was zu tun habt.
Zuletzt geändert von LevSani am 30.03.2010, 21:16, insgesamt 1-mal geändert.
Ich bin als Rettungsschwimmer geboren, mit Wasser gestillt und aufgezogen! Hurra!:P

leverkusen.dlrg.de
www.drk-lev.de

30.03.2010, 21:35
Also einfach mal die leckeren Einsätze schnappen find ich arg daneben.

Wenn man wie ich 5 Jahre dem DRK Dienste leistet, und dann mal z.b. in Rostock einen gewissen Dienst ;) machen will, und ich das abspreche, sagen die bestimmt nicht nein.

Wenn du prinzipiell zum DRK willst, dann werden die JUH dirn Vogel zeigen, verständlicherweise.
" Die jungen Leute von heute sind wesentlich angenehmer als in den 60er, 70er und 80er Jahren. Sie sind toleranter und respektvoller, auch älteren Leuten gegenüber. "
- Heino

30.03.2010, 22:11
Selbst der "Wechsel" zu einem anderen Ortsverein bzw. zu einer anderen Gliederung kann Probleme mit sich bringen. Dies lässt sich damit erklären, dass man offiziell einer bestimmten Einheit angehört und diese von der anderen Einheit Geld für den Einsatz "ihres" Personals fordern kann (und im Normalfall auch tun wird!).
Auch der Einsatz bei Großschadenslagen wird schwierig sein (z.B. Alarmierung aller Einsatzeinheiten, aber dann sind auf einmal viel weniger Helfer bei der einen Einheit, weil sie mit einer anderen HiOrg ausrücken).

Wie schon vorher erwähnt, wird das schwierig sein zu rechtfertigen und es könnte gut möglich sein, dass danach die Zukunft bei der Ursprungseinheit verbaut ist. Also gut drüber nachdenken ;) .

31.03.2010, 08:44
Ok,
dann frag ich am besten mal bei der JUH nach.
Danke für die vielen guten Antworten.
Zuletzt geändert von Gast am 31.03.2010, 08:45, insgesamt 2-mal geändert.

31.03.2010, 14:56
Ich denke, dass es zumindest für rettungsdienstlich ausgebildete Kräfte normal ist, sich in mehreren HiOrgs zu engagieren.

Ich bin auch in mehreren HiOrgs tätig, und was die dazu sagen (nämlich gar nichts), interessiert mich nicht die Bohne!

Jede HiOrg sollte heiute froh sein, wenn sie überhaupt noch ausreichend ehrenamtliche Helfer hat. Da kann man es sich nicht mehr erlauben zu sagen: Du "gehst fremd", dich wollen wir hier nicht mehr.

Ich würde folgendes Vorschlagen: Du suchst dir eine Organisation, für die du primär tätig bist. Wenn hier Dienste anliegen, nimmst du hauptsächlich an diesen teil.

Wenn da dann immer noch nicht ausgelastet bist und ein freies Wochenende hast, kannst du natürlich auch Dienste für die andere Einsatzeinheit durchführen. Das mache ich auch so und es gab bislang keine Probleme!

Wenn du fragst, bist du natürlich auf der sicheren Seite. Aber immer im Hinterkopf behalten: Verbieten können sie es dir nicht! Du machst schließlich freiwillig Dienst.

Einige Einheitsführer scheinen das nur noch nicht realisiert zu haben...

Man muss halt dabei aufpassen, dass man nur in einer KatS-Einheit gemeldet ist, wie bereits gesagt wurde.
35 Jahre, Im-RTW-beim-Patienten-Sitzer, hauptamtlicher "Zivi"-in-den-Hintern-Treter, ehrenamtl. Löschknecht, Obermufti von einigen SSDs -- im schönsten Bundesland der Welt: Schleswig-Holstein!

31.03.2010, 17:49
Ach Kinder, das Ganze ist so einfach nicht zu beantworten denn die Unterschiede zu den Gegebenheiten und Handlungsweise ist ja überall total unterschiedlich - ja sogar in ein und derselben Org. wenn sie nur ein paar Kilometer voneinander getrennt sind. Deßhalb kann man SAR71 nur den einen guten Rat geben, sich vor Ort bei seinen Vorgesetzten zu erkundigen ob man seinem Wunsch Folge leisten kann oder nicht. Alles andere ist meiner Meinung nach nicht wirklich hilfreich für ihn. Damit sollte es jetzt auch gut sein ... ;)

Gruß Jürgen


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