Bleistiftspitze im Bein

Hier könnt ihr erlebte Einsätze schildern und sie können von uns gemeinsam besprochen werden.

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23.02.2010, 16:50
ok ^^

23.02.2010, 16:54
@ Sani-FliX

du hattest erwähnt daß dies heute dein erster Tag als Schulsani war, vielleicht kannst du dich uns mal vorstellen wer du bist, welche Ausbildung und Schule usw., wäre lieb von dir.
Weiter unten gibt es dafür einen Vorstellungsthread.

Gruß Jürgen

23.02.2010, 22:56
Erstmal schließe ich mich Jürgen an. Ne Vorstellung ist immer ne tolle Sache.

Dann herzlichen Glückwunsch zum ersten überstandenen "Einsatz"...
Ist ja soweit ganz gut gelaufen. Das einzige, was mir so aufgefallen ist: Du hattest geschrieben, dass du die Wunde mit Wasser und Tupfer saubergemacht hast. Ich brauche glaub ich nicht erläutern, wie hygienisch die Wasserleitungen der Schule sind und dass das Wasser aus dem Wasserhahn nicht annähernd steril ist. Das Wundumfeld kannst du damit ja reinigen. In der Wunde rummatschen muss aber nicht sein.
Ich bin als Rettungsschwimmer geboren, mit Wasser gestillt und aufgezogen! Hurra!:P

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www.drk-lev.de

24.02.2010, 03:25
Schulsanitäter Flix- Der erste Arbeitstag...aber kein Toter, Glühstrumpf.

Am besten nimmt jeder gleich einen Stein in die Hand und prüft die Wurftauglichkeit, bevor ich das Wort mit O... sage.
Zum säubern kannst du sehr gut abgelaufene Infusionen (RD,Ehrenamt fragen) oder Augenspülflaschen nehmen, da diese sauberer sind als der Wasserhahn, ausserdem kannst du mit "Druck" spülen.

Ansonsten sollte man auf den Tetanusschutz hinweisen, von sonstigen Komplikationen wüsste ich nix
(Bleivergiftung beim Graphitstift?^^).

Grüße

24.02.2010, 15:15
Original von Kevin Schneider
Zum säubern kannst du sehr gut abgelaufene Infusionen oder Augenspülflaschen nehmen

Kurze Frage an dich, Kevin:
Warum sind die denn bei den HiOrgs ausgemustert?
Richtig! Weil die abgelaufen sind und der Hersteller keine Garantie mehr für die Sterilität übernimmt. Und somit seit ihr als Einkäufer/Beschaffer und Anwender in einer blöden Situation, wenn dann doch was an der Flasche war, womit ihr nicht gerechnet habt, und der Anwendung eine Erkrankung des Patienten folgt...
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24.02.2010, 15:19
Najaaaaaa, zur äußeren Anwendung taugen die allemal auch noch 1 bis 2 Jahre nach dem Datum (vermutlich länger). Immerhin sind die immer noch sauberer als Leitungswasser o.ä.
Gerrit (RettAss)
"Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht!" --- ASP, Ich bin ein wahrer Satan
ASP - Sage Nein!

24.02.2010, 15:45
Ich hab ja auch nicht gesagt, dass sie genauso "schmutzig" sind wie das Wasser aus der Leitung.
Mein Beitrag sollte nur aussagen, dass ihr im Fall der Fälle dann die A****-Karte gezogen habt als Beschaffer dieses Materials, da ja bewusst abgelaufenes Material beschafft wurde.
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24.02.2010, 15:50
Normalerweise laufen Infusionen (zumindest im RD) nicht ab. Sie werden vorher verbraucht.

Wenn ihr von denen was bekommt, wäre ich vorsichtig!

Es gibt ja auch Unterschiede in den Infusionslösungen. Mit einigen darfst du gar nicht spülen!

Das rechtliche Problem mit dem Verfall wurde ja schon angesprochen...
35 Jahre, Im-RTW-beim-Patienten-Sitzer, hauptamtlicher "Zivi"-in-den-Hintern-Treter, ehrenamtl. Löschknecht, Obermufti von einigen SSDs -- im schönsten Bundesland der Welt: Schleswig-Holstein!

24.02.2010, 18:01
Abgelaufene Medikamente am Patienten benutzen?! Oh mein Gott....

24.02.2010, 22:19
Es gibt schlimmeres und im Notfall spricht da erstmal nichts dagegen - man sollte nur sehr genau wissen was man tut. Das so einer Situation vermutlich ein grundsätzliches organisatorisches Probelm zugrunde liegt, steht dabei außer Frage.

24.02.2010, 22:27
Diese Bleistiftspitze ist für mich kein Notfall.

Zuhause kann jeder gerne mit abgelaufenen Medis spielen, aber die beim Patienten zu benutzen ist für mich ein absolutes no go!

25.02.2010, 06:33
Sicherlich passiert nichts weltbewegendes mit einer Infusionslösung (verallgemeinernd, im Detail meine ich jetzt kristalloide wie eine NaCl) wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Wie GeKü sagte, kann man z.B. mit einer NaCl noch vermutlich 5 Jahre später spühlen. Ich esse ja auch regelmäßig Lebensmittel die ein paar Tage bis ganze Woche über Verfall sind; es heißt ja nicht umsonst: Mindestens haltbar!
Trotzdem bleibt es ein rechtliches Problem. Daheim kann man an sich selbst ja gerne alle möglichen Experimente machen, wie CPR2010 schon sagte, aber an einem Patienten sollte man es sein lassen. Wenn man schlichtweg Pech hat - so Tage gibt es - und alles läuft scheiße, der Patient reagiert leider doch irgendwie komisch und jemand pinkelt dir ans Bein und weiß, dass du abgelaufene Infusionslösungen benutzt hast, dann viel Spaß. Ich glaube kaum, dass dieser Ärger in irgendwems Interesse ist. Aber muss jeder für sich selbst wissen!
Ich für meinen Teil sehe das ähnlich wie CPR: Das ganze ist in dem Sinne kein Notfall. Bleistiftspitze war ja raus, dann hätte ich es sauber abgetupft (Kompresse), etwas Octenisept drauf und dann Wundversorgung (glaub ein WSV reichte hier ja). Und dann einfach der Hinweis heute noch, spätestens morgen beim Hausarzt vorstellig zu werden oder bei plötzlichem Unwohlsein etc. ärztl. Notdienst oder Rettungsdienst.
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Alex
"Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!"

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