Gesunde Ernährung

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28.06.2011, 14:43
Moin moin,

ich hatte heute eine 13 jährige Patientin. Diese hatte derart Kreislaufprobleme, dass sie nicht mehr aus eigener Kraft laufen, sondern mit einer Trage in den SanRaum gebraucht werden musste. Außerdem zitterte Sie unkontrolliert fast krampfartig und sprach sehr leise. Als wir uns überlegt haben einen Krankenwagen zu rufen hat Sie diesen beinahe panisch abgelehnt, weshalb wir uns mit einem Elternteil zufrieden geben mussten. Nach zweiter Nachfrage erfuhren wir auch, dass sie bereits öfter derartige Probleme hatte und deswegen bereits im Krankenhaus war, wo man einen dauerhaft niedrigen Blutdruck festgestellt hatte. Messen konnten wir selbst leider nicht, da ich vorher einen tobenden 5. Klässler aus dem SanRaum geworfen hatte, welcher mir meine schöne Druckmanschette zerstört hat.

Die Ursache der Kreislaufprobleme haben wir in ihren Essgewohnheiten gefunden. Die Patientin empfand es als "sehr viel", wenn Sie am Tag zwei Scheiben Brot und ein Brötchen isst. Leider konnten wir normale Mengen weder Ihr, noch ihrem Vater vermitteln, welcher sich zwar die ganze Zeit fragte, was er machen solle, uns aber nicht zuhörte.

Jetzt die Frage was ich tun kann. Kann ich z.B. den Klassenlehrer darauf ansprechen, mit der Bitte in der Klassenstunde gesunde Ernährung durchzunehmen, bzw. sollte/ muss ich ihm dies mitteilen, damit im Falle eines Falles angemessen reagiert werden kann?
Hat vllt. jemand irgendwas zur Information parat, dass ich ihr das nächste mal mitgeben kann?
"Die Wellen einer Pfütze erzeugen keine Brandung."

28.06.2011, 14:51
Da wäre ich seeeeeeeeeeeeeehr vorsichtig.... Ich denke "Gesunde Ernährung" ist hier das falsche Stichwort. Unterernährung in verschiedenen Ausprägungen ist ein häufiges Problem bei Mädchen in dem Alter. Hier kannst du meiner Erfahrung nach nicht wirklich viel machen und solltest es auch nicht.
Mein Verein: DLRG
Meine Ausbildung: Sanitäter und Wasserretter

28.06.2011, 15:42
Kein einfaches Thema und ich stimme Zeuschen in sofern zu, als das Du persönlich da nichts direkt mit ihr abzumachen hast. Hingegen finde ich es richtig, das erkannte Problem zu 'melden'. Frage ist hier: an wen?

Also bei uns an der Schule gab es eine Vertrauenslehrerin - zu der hätte ich sicher gehen können und sagen: "Mir ist ein Mädchen in der Stufe X aufgefallen, die kaum was isst und gaaaanz dünn ist. Das macht mir Sorgen/Angst, kann da nicht jemand mal was unternehmen?" Dann hätte sie den "schwarzen Peter" gehabt, aber immerhin hat sie mal irgendwo im Studium was von Pädagogik gehört. Bzw auch einiges an Berufserfahrung, andere Ansprechstellen etc. ... Wenn sowas nicht existiert vllt den Lehrer ansprechen, der den SSD betreut.
Ferner kann man natürlich auch Lehrkräfte (Klassenlehrer) der Stufe für das Thema sensibilisieren und einen derartigen Projekttag anregen oder ähnliches. Ich würde allerdings keine Namen nennen und versuchen, den SSD in neutraler Position zu halten. So verhindert ihr, das hilfsbedürftige Schüler ggf nicht mehr zu Euch kommen, weil sie Angst haben "verpfiffen" zu werden.

Letztlich hören da die Möglichkeiten die mir einfallen aber auch schon auf.

Etwas link/"hinten rum" ist evtl die Variante beim nächsten Sanraum-Aufenthalt der Schülerin zu fragen, ob sie ihre beste Freundin als moralische Stütze dabei haben will und dann ganz normal im Anamnesegespräch zu fragen wieviel gegessen wurde und im Nebensatz anzubringen "oh, das ist aber wenig, Dein Körper braucht mehr Energie damit sowas nicht passiert" ... und das als neutrale Aussage ohene Kritik im Raum stehen lassen. In der Hoffnung das die anwesende Freundin zukünftig etwas mehr drauf achtet. Setzt natürlich voraus, das diese nicht auch dem Schlankheitswahn verfallen ist. In wiefern sie Einfluss nehmen kann steht natürlich auf einem anderen Blatt, aber erfahrungsgemäß deutlich eher als zB Eltern. :)

Tja, für weitere Ideen, Vorschläge. Anregungen übergeb ich das Thema mal ans restliche Forum. :)
Gerrit (RettAss)
"Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht!" --- ASP, Ich bin ein wahrer Satan
ASP - Sage Nein!

28.06.2011, 15:42
Ich denke, wenn das mehrfach in der Schule vorkommt würde ich das dem Klassenlehrer als Hinweis geben, wirklich was tun, kannst du da nicht.
28.06.2011, 15:43
Original von Bartsches
...Diese hatte derart Kreislaufprobleme, dass sie nicht mehr aus eigener Kraft laufen, sondern mit einer Trage in den SanRaum gebraucht werden musste. Außerdem zitterte Sie unkontrolliert fast krampfartig und sprach sehr leise. Als wir uns überlegt haben einen Krankenwagen zu rufen hat Sie diesen beinahe panisch abgelehnt, weshalb wir uns mit einem Elternteil zufrieden geben mussten. Nach zweiter Nachfrage erfuhren wir auch, dass sie bereits öfter derartige Probleme hatte und deswegen bereits im Krankenhaus war, wo man einen dauerhaft niedrigen Blutdruck festgestellt hatte....

Von den Symptomen her könnte es Unterzucker sein. Zittern (Tremor) und der Schwächeanfall sprechen dafür. Niedriger Blutdruck ist eher kein Zeichen dafür. Bei Hypoglykämie ist der eher zu hoch..
In diesem Falle wäre ein BZ-Gerät gut gewesen. Habt ihr den Puls gemessen? Wie war die Atmung?

Durch zu geringe Aufnahme von Kohlenhydraten durch die Nahrung und viel sportlicher Betätigung kann ebenfalls eine Hypoglykämie ausgelöst werden.
"Wir essen jetzt Opa!"
Satzzeichen retten Leben!

28.06.2011, 16:04
Die Idee, den Klassenlehrer, Vertrauenslehrer oder Schulpsychologen eurer Schule anzusprechen, geht defintiv in die richtige Richtung. Es ist Teil der Lehrerausbildung, für bestimmte in der Schule häufig vorkommenden psychischen Krankheitsbilder wie diverse Formen der Essstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen usw. sensibilisiert zu werden. Da man als Lehrer aber selten mit einzelnen Schülern alleine im Kontakt ist, fallen gerade Essstörungen nicht immer gleich auf den ersten Blick auf bzw. man hat doch ab und an Hemmungen, jemandem, der einfach nur von Natur aus dünn ist, eine Essstörung zu unterstellen. In den meisten Schulen erhalten die Lehrer auch Fortbildungen etc. zu solchen Themen und kennen Ansprechpartner, von denen die Schüler häufig nichts wissen.
Ob dann allerdings ein Projekttag in der Klasse/Klassenstufe stattfinden wird oder sollte, würde ich erstmal in Frage stellen. Solche Veranstaltungen sind, wenn sie präventiv durchgeführt werden, äußerst positiv, sobald aber einer aus der Gruppe von dem Problem betroffen ist, läuft man Gefahr, dass sich diese Person vor den anderen bloßgestellt fühlt und bei Versuchen der Mitschüler, die sich des Problems bewusst werden, der Person zu helfen, vorschnell alle Schotten dicht machen und sich zurückziehen. Der Effekt wäre also nicht der gewünschte.
Anders wäre es übrigens wieder, wenn bei der betroffenen Person bereits eine Krankheitseinsicht besteht und die Veranstaltung dazu dienen soll, für mehr Verständnis unter den Mitschülern zu "werben".

Dem von euch angesprochene Lehrer (dies sollte definitiv jemand sein, zu dem die Schülerin ein gewisses Vertrauensverhältnis hat - der geliebte Sportlehrer kann hier teilweise mehr bewirken als der verhasste Klassenlehrer) sind jedoch auch ohne eine solche Veranstaltung nicht die Hände gebunden. Er kann:
- Kontakt zur Schülerin aufnehmen und versuchen, in vertrauter Atmosphäre mit ihr zu sprechen
- Kontakt zu den Eltern aufnehmen, um diese für das Problem der Tochter zu sensibilisieren
- beiden Kontaktadressen von Hilfsgruppen, sozialen Projekten und Ärzten/Kliniken in der Umgebung vermitteln, die sich um Jugendliche mit Essstörungen kümmern und auch die entsprechende Diagnostik und Therapie betreiben.
- in regelmäßigen Abständen in Gesprächen klären, ob die Hilfe angenommen wurde und weiterhin dazu motivieren.
- wenn alles soweit angelaufen ist, mit der Schülerin selbst überlegen, ob die Klasse auf das Problem aufmerksam gemacht werden soll (s.o.)

Soweit erstmal meine ersten Gedanken zu dem Thema - sollte irgendetwas unklar oder zu knapp ausgeführt sein, fragt einfach nochmal nach. Bei Bedarf kram ich auch nochmal meine Psychologieordner zu dem Thema raus.

lg Caro
Caro, 28, Lehrerin.

29.06.2011, 22:22
hui, da ist ja schon ne ganze Menge :D

Vertrauenslehrer gibt es bei uns auch, sogar zwei. Schulspychologen werden wir erst in so zehn Jahren kriegen >.> Was ist da besser Vertrauens oder Klassenlehrer?

So verhindert ihr, das hilfsbedürftige Schüler ggf nicht mehr zu Euch kommen, weil sie Angst haben "verpfiffen" zu werden.

Bei der Schülerin wäre das egal, die kann im Falle eines Falles sowieso nciht mehr kommen. Bei den Anderen ist unser Ruf gut genug um sowas problemlos wegzustecken.

In der Hoffnung das die anwesende Freundin zukünftig etwas mehr drauf achtet. Setzt natürlich voraus, das diese nicht auch dem Schlankheitswahn verfallen ist. In wiefern sie Einfluss nehmen kann steht natürlich auf einem anderen Blatt, aber erfahrungsgemäß deutlich eher als zB Eltern.

Werd ich beim nächsten mal probieren. zu den Eltern ist zu sagen, dass zumindest der Vater sowieso flachfällt, der denkt trotz Bekehrungsversuch immer noch stur, dass diese Mengen normal sind.
Ich wollte auch noch mal sagen, dass man es ihr nicht unbedingt ansieht, Sie ist zwar ziemlich dünn, allerdings nicht dünner als, sagen wir, sehr "figurbewusste" Mädchen, welche bisher nicht umgekippt sind.

Ich denke, wenn das mehrfach in der Schule vorkommt würde ich das dem Klassenlehrer als Hinweis geben, wirklich was tun, kannst du da nicht.

War bisher das erste mal, dass wir eine derartige Ausprägung hatten, sonst immer nur Schüler, die im Prüfungsstress oder welche, die zu spät aufgewacht sind und nicht gefrühstückt haben.

In diesem Falle wäre ein BZ-Gerät gut gewesen. Habt ihr den Puls gemessen? Wie war die Atmung?

weder besitzen wir ein Messgerät, noch kann von uns einer damit umgehen :( Puls war im unteren Bereich dessen, was ich als in Ordnung ansehen würde, hat sich aber auch recht schwach angefühlt. Genaue Werte weiß ich leider nicht mehr. Atmung war ziemlich schwach. Ich musste mich, als Sie geredet hat über Sie beugen um was zu verstehen und hab trotzdem keine Wahrgenommen. Allerdings schien Sie auch keine Schwierigkeiten damit zu haben.

Ich hatte noch vergessen zu schreiben dass es, nachdem Sie über eine halbe Stunde verteilt zwei Rollen Traubenzucker gekostet hat, ihr soweit wieder besser ging, als das Sie (gestüzt) auf eigenen Füßen das Schulgebäude verlassen konnte.

Ich hatte das Gefühl, dass ihr der ganze Aufenthalt und das Tragen in den SanRaum sehr unangenehm / peinlich war, Sie hat mit uns auch kaum geredet, die paar Sachen die ich weiß musste ich ihr aus der Nase bohren. Ich denke daher nicht, dass ich sie nochmal zum Reden bekomme, weder wenn Sie bei uns nochmal liegen wird noch wenn ich Sie irgendwo im Gang sehe. Ich werd also kaum rausbekommen, welchen Lehrer sie besonders mag, zumal ich zu der Klassenstufe keinen Kontakt habe. Wenn der Klassenlehrer in Ordnung ist werd ich ihn wohl mal drauf ansprechen mit der Bitte nicht speziell auf einzelne Schüler einzugehen / das einen Lehrer mit dem die Patientin gut kann zu vermitteln. Oder ist da der Vertrauenslehrer besser?

sobald aber einer aus der Gruppe von dem Problem betroffen ist, läuft man Gefahr, dass sich diese Person vor den anderen bloßgestellt fühlt und bei Versuchen der Mitschüler, die sich des Problems bewusst werden, der Person zu helfen, vorschnell alle Schotten dicht machen und sich zurückziehen

Gilt das auch, wenn Sie sich des Problems nciht bewusst ist, sondern denkt, dass ihre Nahrungsaufnahme völlig normal bis viel ist?

Wir haben Montag Sportfest, sollte ich da noch irgendwas besonderes machen, oder reicht es, wenn ich dem diensthabenen Team sage, wo es hinschauen soll?

Ich hoff, dass ich ncihts vergessen hab...
"Die Wellen einer Pfütze erzeugen keine Brandung."

30.06.2011, 08:32
Vertrauenslehrer gibt es bei uns auch, sogar zwei. Schulspychologen werden wir erst in so zehn Jahren kriegen >.> Was ist da besser Vertrauens oder Klassenlehrer?

Wende dich erstmal an den Klassenlehrer - der kann das Problem immernoch an die richtige Stelle weiterleiten, wenn er selbst glaubt, nichts machen zu können.

Bei der Schülerin wäre das egal, die kann im Falle eines Falles sowieso nciht mehr kommen.,

Warum? Wollt ihr sie nicht mehr oder will/darf sie nicht mehr zu euch?

Werd ich beim nächsten mal probieren. zu den Eltern ist zu sagen, dass zumindest der Vater sowieso flachfällt, der denkt trotz Bekehrungsversuch immer noch stur, dass diese Mengen normal sind.

Auch wenns jetzt erstmal böse klingt: Wie alt bist du bzw. wie alt sind diejenigen, die an dem Tag noch mit dabei waren? Ein solches Gespräch mit den Eltern erfordert eine gewaltige Portion Feingefühl und Vertrauen. Es ist durchaus denkbar, dass der Vater im Gespräch mit dem Klassenlehrer ganz anders reagiert, da der Gesprächspartner auch aus seiner Perspektive erwachsen ist.
sobald aber einer aus der Gruppe von dem Problem betroffen ist, läuft man Gefahr, dass sich diese Person vor den anderen bloßgestellt fühlt und bei Versuchen der Mitschüler, die sich des Problems bewusst werden, der Person zu helfen, vorschnell alle Schotten dicht machen und sich zurückziehen

Gilt das auch, wenn Sie sich des Problems nciht bewusst ist, sondern denkt, dass ihre Nahrungsaufnahme völlig normal bis viel ist?

Ja.

Wir haben Montag Sportfest, sollte ich da noch irgendwas besonderes machen, oder reicht es, wenn ich dem diensthabenen Team sage, wo es hinschauen soll?

Meinst du wegen der einen Patientin? Macht euren Dienst einfach ganz normal wie immer - wenn sie zu euch kommt, kümmert ihr euch ganz normal um sie und wenn sie nicht kommt, ist es umso besser. Ihr seid aber jetzt nicht in der Verantwortung, aufzupassen, dass ihr beim Sport nichts passiert.
Caro, 28, Lehrerin.

30.06.2011, 08:49
Original von Bartsches
Vertrauenslehrer gibt es bei uns auch, sogar zwei. Schulspychologen werden wir erst in so zehn Jahren kriegen >.> Was ist da besser Vertrauens oder Klassenlehrer?


Habt ihr schon seit Jahren. Nennt sich seit einiger Zeit "Zentrum für schülerbezogene Beratung" (Link)
Marc, 36 Jahre
Leiter SSD, EH-Ausb.
Ausbildungsstand: Genug um eine recht lange Liste zu produzieren.

30.06.2011, 08:58
Original von Bartsches
Puls war im unteren Bereich dessen, was ich als in Ordnung ansehen würde, hat sich aber auch recht schwach angefühlt. Genaue Werte weiß ich leider nicht mehr. Atmung war ziemlich schwach. Ich musste mich, als Sie geredet hat über Sie beugen um was zu verstehen und hab trotzdem keine Wahrgenommen. Allerdings schien Sie auch keine Schwierigkeiten damit zu haben.

Ich hatte noch vergessen zu schreiben dass es, nachdem Sie über eine halbe Stunde verteilt zwei Rollen Traubenzucker gekostet hat, ihr soweit wieder besser ging, als das Sie (gestüzt) auf eigenen Füßen das Schulgebäude verlassen konnte.

Also, da es ihr nach der Gabe von haufenweise Dextro offensichtlich etwas besser ging, ist die Diagnose Unterzuckerung wohl sehr naheliegend.
Ich selbst hätte vermutlich einen RTW angefordert. Erstmal deutet schon der erste Eindruck auf ein Kreislaufproblem hin. Dann wird das auchnoch durch einen schlecht tastbaren und niedrigen Puls bestätigt, sie hat offensichtlich keine Kraft mehr, um sich in angemessener Lautstärke mit mir zu unterhalten, ich muss also allgemein um ihr Bewusstsein fürchten.
Hinzu kommt noch: Was wäre, wenn sie bewusstlos geworden wäre? Du sagst, dass du keine Atmung hast feststellen können, als sie noch ansprechbar war, sie war also offensichtlich sehr flach. In der Aufregung, wenn sie bewusstlos geworden wäre, was ja nicht unwahrscheinlich wäre beim hypoglycämischen Schock, hättest du also vermutlich genauso keine Atmung feststellen können. Und wir wissen ja alle, was wir mit Patienten machen, die Bewusstlos sind und bei denen wir keine Atmung feststellen können.
Ich bin als Rettungsschwimmer geboren, mit Wasser gestillt und aufgezogen! Hurra!:P

leverkusen.dlrg.de
www.drk-lev.de

30.06.2011, 15:22
Mich hat heute die Klassenlehrerin angesprochen, die Problematik schien ihr und wohl auch der Mutter bekannt zu sein. Die Maßnahmen, die mit mehr oder weniger Erfolg getroffen wurden und werden klingen gut. Sie hat mir diese allerdings unter dem Ausdrücklichen Siegel der Verschwiegenheit mitgeteilt, weshalb ich diese und den Befund des Krankenhauses nicht veröffentlichen werde. Ich möchte euch allen für die Gedanken, die ihr euch hierum gemacht habt bedanken. Jetzt habe ich nur noch die Frage, was ich im Notfall alles machen kann.

Warum? Wollt ihr sie nicht mehr oder will/darf sie nicht mehr zu euch?

Nö, wir müssten dann zu ihr kommen müssen, weil Sie dann ohne Unterstützung (Trage) ortswechselunfähig ist.

Auch wenns jetzt erstmal böse klingt: Wie alt bist du bzw. wie alt sind diejenigen, die an dem Tag noch mit dabei waren? Ein solches Gespräch mit den Eltern erfordert eine gewaltige Portion Feingefühl und Vertrauen. Es ist durchaus denkbar, dass der Vater im Gespräch mit dem Klassenlehrer ganz anders reagiert, da der Gesprächspartner auch aus seiner Perspektive erwachsen ist.

Ich nehm euch doch nichts böse ;) Ne das Problem war, dass er derart auf seine Tochter fixiert war, dass er uns nicht wirklich wahrnahm. Aber die Klassenlehrerin hat mir ja jetzt gesagt, dass Sie mit der Mutter, welche in der Hinsicht wohl sehr viel einfacher sein soll, im Gespräch ist und die diese Problematik wohl auch erkant hat.

.
Meinst du wegen der einen Patientin? Macht euren Dienst einfach ganz normal wie immer - wenn sie zu euch kommt, kümmert ihr euch ganz normal um sie und wenn sie nicht kommt, ist es umso besser. Ihr seid aber jetzt nicht in der Verantwortung, aufzupassen, dass ihr beim Sport nichts passiert.

Also kein besonderes Gefährdungspotenzial bei der Kombi Unterernährung / Sport?

@madhef: Wir (meine alte Klassenlehrerin) haben bei denen die Erfahrung gemacht, dass es extrem lange dauert, dort einen Termin etc. zu bekommen. Was ich meinte ist, dass wir evtl. zu einer Ganztagsschule werden und dann wohl einen Schuleigenen Seelenklempner bekommen.

@LevSani: Hätte ich in der Situation auch sofort gerufen, wenn Sie nicht derartige Panik bekommen hatte, die ich in der Ausprägung als gefährlicher ansah, zumal ihr Zustand dann nach der dem ersten bisschenTraubenzucker dann nen Schubs nach oben ging. Wäre sie bewusstlos geworden oder hätte sich dieser wieder verschlechtert hätte ich diesen sofort gerufen.
"Die Wellen einer Pfütze erzeugen keine Brandung."
BeitragDieser Beitrag wurde gelöscht durch gorld am 21.06.2018, 15:28.
Grund: Spam
20.06.2018, 18:10
DAS ist ja mal ein viel kreativerer Versuch, Deine Webseite zu verlinken, als es die sonstigen Werbefuzzis so machen. Chapeau! Aber vielleicht solltest Du es mal bei Instagram versuchen. Da findest Du bestimmt einen Influencer, der gerne Werbung für Deine Produkte macht. ;)

Ansonsten: Nice Try !


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